Eucken, Walter

Walter Eucken Institut Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Von Johannes K. Staudt.

Walter Eucken (1891 – 1950) war ein deutscher Ökonom und ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er gilt als Begründer der Freiburger Schule des Ordoliberalismus, die sich maßgeblich mit Fragen der Wirtschaftsordnung im Kontext gesellschaftlicher Ordnungssysteme beschäftigte. Mit seinen Überlegungen zum Haftungsprinzip, der Geldwertstabilität und einer staatlich garantierten Wettbewerbsordnung gilt er als einer der Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

Biographie

Frühe Jahre

Walter Eucken wurde 1891 in ein bildungsbürgerliches Umfeld hineingeboren. Sein Vater Rudolf Eucken (1846 – 1926) war Professor für Philosophie an der Universität Jena und erhielt 1908 den Nobelpreis für Literatur. Sein Elternhaus in Jena war Treffpunkt von Wissenschaftlern, Intellektuellen und Künstlern mit einer weltoffenen und kulturinteressierten Atomsphäre.

In Kiel begann Walter Eucken 1909 Neuere Geschichte und Nationalökonomie zu studieren, konzentrierte sich jedoch ab dem zweiten Semester ganz auf die Wirtschaft. Im März 1913 beendete Eucken sein Studium in Bonn. Seine Dissertation bei Hermann Schuhmacher schloss Eucken mit summa cum laude ab. Der Erste Weltkrieg verhinderte, dass Eucken eine Dozentur an der Columbia University antreten konnte. Stattdessen erlebte er die Jahre des Krieges an der Westfront.

Nach dem Krieg arbeitete Eucken als Assistent bei seinem Doktorvater in Berlin, wo er sich 1921 habilitierte. Bereits ein Jahr zuvor heiratete er Edith Erdsiek, eine Studentin der Literaturgeschichte und Philosophie. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Sie war geprägt durch einen intensiven und fruchtbaren philosophischen Austausch.

Politische und Wissenschaftliche Neuorientierung

Die späten 1920er Jahre prägten Walter Eucken als Wissenschaftler wie als politischen Menschen. Zum Sommersemester 1925 erhielt er einen Ruf an die Universität Tübingen. Seine Kollegen dort arbeiteten im Stil der Jüngeren Historischen Schule und traten für unterschiedliche konservative oder sozialistische Gemeinwirtschaftsmodelle ein, weshalb Eucken sich dort nie richtig wohl fühlte. Bereits seit 1923 – dem Krisenjahr der jungen Weimarer Republik – hatte sich Eucken zunehmend dem Vernunftrepublikanismus zugewandt, nachdem er in den unmittelbaren Nachkriegsjahren der national-konservativen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) nahegestanden hatte. Entgegen den vorherrschenden, politisch und produktionsseitig fokussierten Ansätzen, sahen Schuhmacher und er die Hyperinflation geldtheoretisch begründet. Parallel dazu erkannte er in privaten Diskussionen über die politischen Konzepte – unter anderem mit Alexander Rüstow, Hans Gestrich und Arthur Moeller van den Bruck –, dass die nationalkonservativen Zukunftsentwürfe dieser Zeit die parlamentarische Demokratie und das ihr zugrunde liegende liberale Menschenbild fundamental bedrohten. In der Folge unterstützte Eucken, wie auch Rüstow und Wilhelm Röpke, die kooperative und sachorientierte Wirtschafts- und Außenpolitik Gustav Stresemanns und der nationalliberalen Deutschen Volkspartei (DVP).

Im wissenschaftlichen Diskurs dieser Jahre bezog Walter Eucken ebenfalls eine klare Stellung. Im seit den 1880ern schwelenden „Methodenstreit“ der Ökonomie über das Verhältnis von Empirie und Theorie war er Teil der sogenannten „Deutschen Ricardianer“. Neben Rüstow, Röpke und Eucken umfasste diese Gruppe, die der Jüngeren Historischen Schule inkonsistenten Empirismus und weltanschaulichen Relativismus vorwarf, auch eher sozialistisch orientierte Ökonomen wie Adolf Löwe.

Freiburger Schule und Nationalsozialismus

Zum Wintersemester 1927/28 folgte Walter Eucken dem Ruf der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Professor für Volkswirtschaftslehre. Diesen Lehrstuhl hatte er bis zu seinem Tod 1950 inne und lehrte in dieser Zeit hauptsächlich Theoretische Nationalökonomie und Volkswirtschaftspolitik. Mit Karl Diehl, Adolf Lampe und Robert Liefmann erwartete Eucken außerdem ein Kollegium, das dem Historismus weit weniger zuneigte. In einem stetig wachsenden Netzwerk über die Fachgrenzen hinweg kam vor allem der Freundschaft mit dem Philosophen Edmund Husserl besondere wissenschaftliche Bedeutung zu, dessen Methodologie Eucken maßgeblich inspirierte.

Zu Beginn der 1930er Jahre begann sich die Freiburger Schule zu formieren. Mit dem Professor Hans Großmann-Doerth und dem Habilitanden Franz Böhm kamen zwei Rechtswissenschaftler nach Freiburg, die sich ebenso wie Eucken – insbesondere in dessen 1932 erschienen Aufsatz „Staatliche Strukturwandlungen und die Krisis des Kapitalismus“ – mit den Machtverhältnissen zwischen Wirtschaft und Staat in einer freien Gesellschaft befassten. Auf dieser Basis entwickelte sich eine fruchtbare Forschungs- und Lehrgemeinschaft, die in gemeinsamen Seminaren und Publikationen der Frage nachging, wie sich Freiheit und gesellschaftliche Ordnung zueinander verhielten. In kurzer Zeit stießen unter anderem Hans Otto Lenel, Friedrich A. Lutz, Leonhard Miksch und Bernhard Pfister dazu. Das zentrale publizistische Organ und Sprachruhr der Freiburger Schule sollte die Reihe „Ordnung der Wirtschaft“, deren erster Band 1936 erschien, werden. Zwar erschienen in ihr nur drei Bände, doch das gemeinsame Vorwort „Unsere Aufgabe“ der Herausgeber Eucken, Böhm und Großmann-Doerth umreißt das programmatische Anliegen der Freiburger Schule und verankert es in der Haltung, dass die Wissenschaft in der Verantwortung stehe, an der Gestaltung der gesellschaftlichen Ordnung konstruktiv und allein der Wahrheit verpflichtet mitzuwirken.

Nicht zuletzt wegen des Widerspruchs zum herrschenden Nationalsozialismus, in dem insbesondere Walter Eucken und Franz Böhm sowohl wissenschaftlich als auch weltanschaulich standen, wurde „Ordnung der Wirtschaft“ schon nach drei Bänden wiedereingestellt. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Herrschaft verlangte von Eucken ebenso wie von Böhm und anderen Intellektuellen, das Verhältnis von wissenschaftlicher Arbeit und persönlicher Weltanschauung neu zu bestimmen. Anders als bei vielen Liberalen seiner Zeit, hatte dies bei Eucken nicht die Emigration zur Folge.

In Freiburg, wo Martin Heidegger bereits 1933 als Rektor eine nationalsozialistische Musteruniversität schaffen wollte, entwickelte sich aus der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät heraus eine Opposition, der Walter Eucken im Senat eine Stimme verlieh. Im geistigen Klima eines liberal-protestantischen Kollegiums wurde die Fakultät zu einem geschützten Raum für relativ offene Diskussionen mit engen Kontakten zur „Bekennenden Kirche“. Dies institutionalisierte sich in Privatseminaren des Ökonomen Karl Diehl und Walter Euckens Vorlesung „Kampf der Wissenschaft“, die sich gegen die Unterwerfung des wissenschaftlichen Wahrheitsanspruches unter die NS-Ideologie wandte. Nach dem Brand der Freiburger Synagoge formierten sich aus diesen Runden akademische Widerstandsgruppen – die „Freiburger Kreise“. In ihnen spielte Eucken, dessen Frau als Halbjüdin galt, ebenfalls eine zentrale Rolle. Für die Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Widerstandsnetzwerk um Dietrich Bonhoeffer und Carl Goerdeler verfasste er 1943 gemeinsam mit den Ökonomen Adolf Lampe und Constantin von Dietze eine Programmschrift, in der sie eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung für Deutschland nach dem Ende des Nationalsozialismus entwarfen. Die Arbeit daran überlagerte sich zeitlich mit der Überarbeitung seines 1940 erschienen theoretischen Hauptwerkes „Grundlagen der Nationalökonomie“ und trägt eine deutlich ordoliberale Handschrift. Nach dem gescheiterten Attentat Oberst Claus von Stauffenbergs und der Verhaftung Goerdelers, musste sich daher auch Eucken scharfen Verhören durch die Gestapo unterziehen.[1]

Nachkriegsjahre

Mit dem Kriegsende und der alliierten Besetzung Deutschlands 1945 sahen sich die Ordoliberalen in Freiburg in der Verantwortung, aktiv an der Gestaltung der Nachkriegsordnung mitzuwirken. Bereits 1945 wandten sie sich mit ihrer Expertise an die amerikanische und französische Militärregierung. Zwischen 1945 und 1947 verfassten Böhm, Eucken, von Dietze und Lampe mehrere Gutachten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung – unter anderem über die Gesamtrichtung der Wirtschaftspolitik, die Verstaatlichung der privaten Banken, industrielle Konzentration sowie Kartell- und Entflechtungsfragen. Er konnte diese Arbeit im Wissenschaftlichen Beirat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes und – nach Gründung der Bundesrepublik – des Bundeswirtschaftsministeriums fortsetzen und genoss dabei insbesondere in ordnungspolitischen Fragen großes Ansehen.

Das Kriegsende bot Eucken auch die Möglichkeit, abgebrochene internationale Kontakte wieder mit Leben zu füllen. Von besonderer Bedeutung war insbesondere die Zusammenarbeit mit Friedrich August von Hayek, zu dem Eucken bereits vor Beginn des Krieges enge Verbindungen pflegte und der 1945 an der London School of Economics lehrte. Hayek war es auch, der Walter Eucken 1947 in die Gründung der Mont Pèlerin Society miteinbezog. Ihr Ziel war die Vernetzung jener Ökonomen, die sich der Erneuerung liberaler Ordnungskonzepte für Wirtschaft und Gesellschaft verschrieben hatten. 1950 kam Eucken auf Einladung Hayeks zu einer Vortragsreise nach London, wo er im Alter von 59 Jahren unerwartet einem Herzanfall erlag. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte er u. a. über 50 Promotionen betreut. Posthum erschienen im selben Jahr auf Initiative seiner Witwe Edith Eucken-Erdsiek die „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“.

Wissenschaftliches Werk

Frühe Arbeiten

Die frühen Publikationen Walter Euckens, insbesondere seine Dissertation „Über die Verbandsbildung in der Seeschifffahrt“ (1914) und seine Habilitation „Die Stickstoffversorgung der Welt“ (1921), waren noch sehr stark durch die Jüngere Historische Schule der Nationalökonomie geprägt. Eine erste deutliche Emanzipation von dieser akademischen Sozialisierung stellen die „Kritische[n] Betrachtungen zum deutschen Geldproblem“ (1923) dar, in denen er die verschiedenen Modelle monetärer Turbulenzen im Deutschen Reich analysierte.

Entwicklung des Ordoliberalismus

In den frühen 1930er Jahren veröffentlichte Eucken zwei Werke, deren Charakter nicht nur durch die akademischen Auseinandersetzungen der „Deutschen Ricardianer“, sondern auch von den politischen Entwicklungen der Weimarer Jahre geprägt sind: Der Aufsatz „Staatliche Strukturwandlungen und die Krisis des Kapitalismus“ (1932) und das Buch „Kapitaltheoretische Untersuchungen“ (1934).

„Staatliche Strukturwandlungen und die Krisis des Kapitalismus“ gilt als Gründungswerk des Ordoliberalismus. Eucken entwirft in ihm ein Drei-Phasen-Modell der wirtschaftlichen Entwicklung. Dabei versteht er den liberalen Staat des 19. Jahrhunderts als eine Art Idealzustand, weil in diesem die möglichst starke Trennung von Staat und Wirtschaft eine annähernd perfekte Selbststeuerung der Märkte und eine unabhängige Politik ermögliche. Seit den Spätjahren des Kaiserreiches habe sich diese Trennung jedoch zunehmend aufgelöst, sodass der Staat durch Interessengruppen und die Wirtschaft durch staatliche Sozialpolitik jeweils in seiner beziehungsweise ihrer Handlungsfreiheit gestört würde. Die Wirtschaft würde so immer stärker von Monopolen und Kartellen kontrolliert, sodass schließlich die Märkte ihre Selbststeuerungsfähigkeit verlieren würden. Hierin waren bereits sowohl die Wirtschaftsordnung als positiv gesetzte Rechtsordnung enthalten, als auch deren normative Ausrichtung an der klassisch-liberalen Idee vom marktwirtschaftlichen Wettbewerb als anthropologischem Grundmechanismus der Kooperation. In der neueren Rezeption fand die Frage besondere Beachtung, ob Euckens Ordnungsidee einen autoritären Staat erfordere und inwiefern diese Vorstellungen durch die Ausführungen Carl Schmitts über einen von Interessengruppen dominierten Wirtschaftsstaat beeinflusst waren. Der Fokus der Ordoliberalen lag in der Zeit zwischen Weltwirtschaftskrise und totaler Diktatur jedoch auf der Funktionalität des Staates als Regelinstitution der Wirtschaftsordnung und weniger darauf, wie sich diese Staatsgewalt legitimieren müsse.[2]

Die „Kapitaltheoretische[n] Untersuchungen“ waren noch deutlich stärker von theoretischer Reflexion geprägt. In ihnen arbeitete Eucken zum einen sein erkenntnistheoretisches Arsenal zur Analyse ordnungstheoretischer Fragestellungen aus, wobei er insbesondere die Trennung zwischen scheinbar zusammenhanglosem Empirismus und angeblich unspezifischer Theorie in der Tradition des Methodenstreits überwinden wollte. Zum anderen spezifizierte er darin zentrale Begriffe seiner Arbeit: Unter Wirtschaftsordnung verstand er die Kombination aller Institutionen und Marktformen, die die Interaktion in einer Wirtschaft bestimmten. Dagegen grenzte er die Wirtschaftsverfassung als positive Gesamtentscheidung über die Ordnung des Wirtschaftslebens in einer Volkswirtschaft ab.

Grundlagen und Grundsätze

Die „Grundlagen der Nationalökonomie“ (1940) und die „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“ (1952, posthum) sind die beiden Hauptwerke Walter Euckens. Auf der Basis von Husserls Erkenntnistheorie entwirft er in ersterem die Methode der „pointierend-hervorhebende[n] Abstraktion“, um die „große Antinomie“ des Methodenstreits zwischen individuell-historischer und allgemein-theoretischer ökonomischer Forschung zu überwinden. Ausgehend von der Anzahl der Wirtschaftspläne entwickelt er zeitungebundene Idealtypen der Wirtschaftsordnung, die jedoch nur in kombinierten Realtypen auftreten und erst durch eine generalisierende Abstraktion erkennbar seien. So entsteht eine Morphologie aus vier Grundformen der Wirtschaft. In Kombination mit ebensolchen Idealtypen von Marktformen und Geldsystemen entstehen die Idealtypen der Wirtschaftsordnung. Zentral ist außerdem, dass Eucken bei der Entwicklung Typologie immer auch kulturelle Faktoren, etwa soziale Normen oder religiöse Werte miteinbezog. Für Eucken ließen sich diese Einflüsse nicht von der realen Wirtschaft trennen. Vielmehr überlagerten sich verschiedene gesellschaftliche Ordnungssysteme, sodass eine erfolgreiche – das heißt funktionale – Wirtschaftsordnung nur unter Berücksichtigung der „Interdependenz der Ordnung“ realisiert werden könne.

Nach Fertigstellung der „Grundlagen“ arbeitete Walter Eucken an seinen „Grundsätzen der Wirtschaftspolitik“. Zusammen mit dem Jahrbuch „ORDO“, das er und Franz Böhm seit 1948 herausgaben, wurden sie ein zentrales Fundament der Erhard‘schen Sozialen Marktwirtschaft.

Sie greifen dabei die zentralen Punkte wieder auf, die bereits in der Widerstandsschrift von 1943 enthalten waren. Nicht mehr politische Ideologie, sondern ein Denken in Prinzipien und Ordnungssystemen sollen eine freie und dauerhaft funktionsfähige Wirtschaftsordnung gewährleisten. Demnach solle sich der Staat so weit wie möglich auf Ordnungspolitik beschränken, das heißt auf dem Markt lediglich als Schiedsrichter über die „Spielregeln“ wachen, ohne selbst direkt in den Wirtschaftsprozess einzugreifen. Für Eucken gehörten hierzu in erster Linie die Verhinderung wirtschaftlicher Machtanhäufung, ein funktionsfähiges Preissystem durch eine stabile Währung und eine konstante Wirtschaftspolitik.

Trotz seiner regen Publikationstätigkeit und der programmatischen Arbeiten ist das wissenschaftliche Lebenswerk Walter Euckens durch seinen frühen Tod unvollendet. Wenigstens eine Erweiterung der „Kapitaltheoretischen Untersuchungen“, eine Studie zur Weiterführung der Marktformenlehre und ein nicht näher bezeichnetes systematisch-theoretisches Werk hatte er vor seiner Vortragsreise nach London bereits geplant. Walter Euckens Arbeit war maßgeblich durch die gesellschaftlichen Herausforderungen seiner Zeit geprägt. Entwicklungen und Aussagen seiner wissenschaftlichen Theorien sind untrennbar mit diesen historischen Bedingungen verbunden. Möglicherweise erklärt gerade die enge Verbindung von aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und hohem persönlichen Anspruch an wissenschaftliche Integrität, warum Euckens Werk nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland eine so große Wirkung entfalten konnte.

Bibliographie

Quellen

Eucken, Walter: Die Grundlagen der Nationalökonomie. 9. Auflage, Berlin 1950/Heidelberg 1989.

Dietze, Constantin von; Eucken, Walter; Lampe, Adolf: Wirtschafts- und Sozialordnung [1943]. In: Goldschmidt, Nils; Wohlgemuth, Michael (Hrsg.): Grundtexte zur Freiburger Tradition der Ordnungsökonomik. Tübingen 2008, S. 99 – 115.

Eucken, Walter: Staatliche Strukturwandlungen und die Krisis des Kapitalismus. In: Weltwirtschaftliches Archiv (1932), S. 297 – 323.

Böhm, Franz; Eucken, Walter; Großmann-Doerth, Hans: Unsere Aufgabe. In: Die Ordnung der Wirtschaft als geschichtliche Aufgabe und rechtsschöpferische Leistung. Stuttgart 1937, S. VII ‒ XXI.

Eucken, Walter: Grundsätze der Wirtschaftspolitik. Hrsg. v. Edith Eucken-Erdsiek und K. Paul Hensel. 7. Auflage, Bern 1952/Tübingen 2004.

Forschungsliteratur

Klinckowstroem, Wendula Gräfin von: Walter Eucken. Eine biographische Skizze. In: Gerken, Lüder (Hrsg.): Walter Eucken und sein Werk. Rückblick auf den Vordenker der sozialen Marktwirtschaft. Tübingen 2000, S. 53–115.

Kolev, Stefan: Neoliberale Staatsverständnisse im Vergleich. 2. Auflage, Stuttgart 2017.

Grossekettler, Heinz: Walter Eucken (Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge 347). Münster 2003, online unter <http://www.wiwi.uni-muenster.de/institutsdaten/12/download/Publikationen/DB347.pdf> [14.04.2017].

Maier, Hans (Hrsg.): Die Freiburger Kreise. Akademischer Widerstand und soziale Marktwirtschaft. Paderborn 2014.

Vanberg, Viktor: The Freiburg School. Walter Eucken and Ordoliberalism (Freiburger Diskussionspapiere zur Ordnungsökonomik 04/11). Freiburg 2004, online unter <http://www.eucken.de/fileadmin/bilder/Dokumente/Diskussionspapiere/04_11bw.pdf> [19.06.2017].


[1] Zur Frage, inwiefern die Aktivitäten des Freiburger Kreises als Teil des Widerstandes begriffen werden können, vgl. u. a. Maier, Hans: Akademischer Widerstand im Dritten Reich. In: Maier, Hans (Hrsg.): Die Freiburger Kreise. Akademischer Widerstand und soziale Marktwirtschaft (Politik- und kommunikationswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft 31). Paderborn 2014, S. 11 – 24; hier S. 11f. sowie Oswalt, Walter: Opposition gegen den NS-Staat. Zur Entwicklung von Walter Euckens Sozialtheorie. In: Nils Goldschmidt (Hrsg.): Wirtschaft, Politik und Freiheit. Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und der Widerstand. Tübingen 2005, S. 315 – 321.

[2] Vgl. hierzu u. a. Haselbach, Dieter: Autoritärer Liberalismus und soziale Marktwirtschaft. Gesellschaft und Politik im Ordoliberalismus. Baden-Baden 1991, S. 28 – 34; Vanberg, Viktor: Liberalismus und Demokratie. Zu einer vernachlässigten Seite der liberalen Denktradition (Freiburger Diskussionspapiere zur Ordnungsökonomik 14/04). Freiburg 2014, online unter <http://www.eucken.de/fileadmin/bilder/Dokumente/DP2014/Discussionspapier_1404.pdf> [19.06.2017], S. 4 – 8 und 12 sowie Köster, Roman: Die Wissenschaft der Außenseiter. Die Krise der Nationalökonomie in der Weimarer Republik. Frankfurt am Main 2011, S. 301f.

Johannes K. Staudt

Johannes K. Staudt studiert vergleichende Geschichte der Neuzeit an der Universität Freiburg und ist wissenschaftliche Hilfskraft am Walter Eucken Institut.