Kategorie: Politikwissenschaften

Aufklärung

Die Aufklärung ist eine wichtige Epoche in der westlichen Geistesgeschichte. Sie wird meist ins 18. Jahrhundert datiert und mit zentralen Ereignissen und Erkenntnissen der westlichen Geschichte in Verbindung gebracht. Im gewöhnlichen Sprachgebraucht bezeichnet das Wort „Aufklärung“ meist allerdings nicht nur eine Epoche, sondern auch ein besonderes Versprechen: den Anspruch auf Fortschritt und die Idee von der Entschleierung der Wahrheit.

Dahrendorf, Ralf

Der deutsche Soziologe Ralf Dahrendorf (1929-2009) hatte sich die Freiheit zum Lebensthema erwählt. Als liberaler Intellektueller, Publizist, Politiker und Wissenschafts-Organisator in Deutschland und Großbritannien war er getragen von der Überzeugung, „dass wir die menschlichen Dinge mit immer neuen Versuchen – und Irrtümern voranbringen können.“

Kulturelle Hegemonie

Kulturelle Hegemonie ist ein von dem Neomarxisten Gramsci entwickeltes Konzept, welches beschreibt, wie eine politische Gruppe, insbesondere der Staat, nicht primär durch Gewalt ihre Macht konsolidiert, sondern vor allem durch die Produktion von zustimmungsfähigen Ideen und die Kontrolle der Kultur.

Lippmann, Walter

In den USA gilt Walter Lippmann als der einflussreichste Intellektuelle des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seines Lebens verfasste er zweiundzwanzig Bücher, mehrere tausend Artikel in über zweihundert Zeitungen sowie Reden und Programme für mehrere US-Präsidenten beider Parteien. Er prägte Begriffe wie Cold War, Atlantic Community, Gatekeeper und Stereotype, welche bis heute politisch und akademisch einflussreich sind.

Objektivismus

Als Objektivismus wird die Philosophie der russisch-amerikanischen Autorin Ayn Rand bezeichnet. Sie ist dem Umfeld des klassischen Liberalismus zuzuordnen und hatte einen prägenden Einfluss auf moderne radikalliberale und libertäre Denker und Bewegungen.

Gleichheit

Von Dagmar Schulze-Heuling Gleichheit ist für viele Menschen ein Ideal. Spätestens seit der Französischen Revolution ist Gleichheit aber auch ein politischer Slogan. Umkämpft und aufgeladen und darüber hinaus mit verschiedenen Inhalten belegt, ist eine...

Österreichische Schule

Österreichische Schule – auch Wiener Schule, Österreichische Grenznutzenschule oder Austrians – ist eine Bezeichnung für Anhänger liberaler Ideen, deren Ursprung in Wien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegt und inzwischen weltweit von teilweise lose verbundenen Wissenschaftlern, Publizisten, Politikern, Privatgelehrten, Unternehmern und anderen interessierten Menschen geteilt und weiter entwickelt werden. Herausragende Wiener Persönlichkeiten sind Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek.