Kulturelle Hegemonie

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Kulturelle Hegemonie ist ein von dem neomarxistischen Vordenker Antonio Gramsci (1891 – 1937) entwickeltes Konzept, welches beschreibt, wie eine politische Gruppe, insbesondere der Staat, nicht primär durch Gewalt ihre Macht konsolidiert, sondern vor allem durch die Produktion von zustimmungsfähigen Idee und die Kontrolle der Kultur. Dabei prägte Gramsci den heutigen Begriff der Zivilgesellschaft, die für ihn in bürgerlichen Gesellschaften den zentralen Ort kultureller Machtkämpfe und der Konsensbildung darstellt. Das Konzept ähnelt der von Friedrich August von Hayek später formulierten Social Change Theorie, ist allerdings deutlich komplexer und stellt bis heute die Grundlage für viele sozialwissenschaftliche Forschungsgebiete. Gramscis Theorie ermöglicht es insbesondere, nicht nur die Mechanismen der Zivilgesellschaft und die gegenwärtige Permanenz staatsgläubigen Denkens zu verstehen, sondern auch zu erklären, wie politische Gruppen an die Macht gelangen und intellektuelle Bewegungen zu politischen Veränderungen führen.

Entstehung

Der Journalist und Philosoph Gramsci wurde als Mitbegründer und Abgeordneter der Kommunistischen Partei Italiens nach der Machtübernahme der Faschisten 1926 für über ein Jahrzehnt in Haft genommen, an deren Folgen er 1937 starb. Während dieser Zeit verfasst er trotz der menschenunwürdigen Umstände, seine als Gefängnishefte berühmt gewordenen und bis heute sehr einflussreichen Abhandlungen. Insbesondere setzte sich Gramsci darin mit der Frage auseinander, warum es in Russland zu einer kommunistischen Revolution kam, nicht aber in Mitteleuropa oder Amerika. Schließlich hatte Marx prophezeit, die Revolution werde in den Endphasen des Kapitalismus stattfinden. In Russland aber herrschten bis zur Machtübernahme der Bolschewiken noch de facto Agrarwirtschaft und Feudalismus, während bedeutende kommunistische Umstürze in den eigentlichen kapitalistischen Ländern mit starken Arbeiterbewegungen wie Großbritannien und den USA ausblieben

In seinen Überlegungen wurde er vor allem von seinen eigenen Erfahrungen während der 1920 gescheiterten Turiner Rätebewegung und von den Theorien von Friedrich Nietzsche und Niccolò Machiavelli geprägt. Mit seinen Schlussfolgerungen verwarf er letztendlich die Theorien zur Revolution des klassischen Marxismus, des Leninismus und des Stalinismus und entwickelte eine eigene, relativ universelle Theorie, wie ein gesellschaftlicher Wandel – unabhängig von der konkreten politischen Ausrichtung der „Revolutionäre“ – zustande kommt durch das Erlangen der kulturellen Hegemonie.

Theorie

Im Unterschied zu vielen Libertären und den klassischen marxistischen Theoretikern sieht Gramsci im Staat nicht nur einen starren Repressionsapparat, sondern als ein komplexes Herrschaftssystem, das in Wechselwirkung zu den sozialen Verhältnissen in der beherrschten Gesellschaft steht. Die Ausübung und Androhung von Gewalt ist für ihn nicht die hauptsächliche Quelle der Macht der Herrschenden, sondern deren Einfluss auf die Kultur und das Denken der Beherrschten und deren Zustimmung. Im vierten Gefängnisheft notierte er: „Staat = politische Gesellschaft und Zivilgesellschaft, das heißt Hegemonie, gepanzert mit Zwang.“  (Gefängnishefte, Heft 4, § 88)

Es besteht in der Ausübung von politischer Macht also eine Art Dualismus aus Zwang und Konsens. Dabei unterscheidet Gramsci zwischen der politischen Gesellschaft (Macht durch Zwang) und der bürgerlichen bzw. zivilen Gesellschaft (Macht durch Konsens). Mit letzterer bezeichnet Gramsci den gesamten privaten Sektor, also das, was man Zivilgesellschaft nennt und was alle religiösen, privaten, sozialen, intellektuellen und moralischen Dimensionen des menschlichen Lebens umfasst. Die politische Macht des Staats beruht nach Gramsci vor allem auf seiner Macht in der Zivilgesellschaft, weshalb sie auch von ihm nicht zu trennen ist. Polizei und Militär, aber auch Bürokraten und Steuerzahler gehorchen schließlich ihren Herrschern nur, wenn sie deren Autorität auch anerkennen, was sie nur bei entsprechender kultureller Prägung tun. Daher übt der Staat seine eigentliche Macht vor allem mittels einer impliziten Ideologie aus, die auf Überzeugungen basiert, die von der Mehrheit der Gesellschaft als selbstverständlich angenommen werden. Diese Überzeugungen bestehen maßgeblich darin, dass die Menschen glauben, sie würden in der besten aller möglichen Welten leben, und eine grundlegende Veränderung der bestehenden Verhältnisse würde im besten Fall nur zu einer Verschlimmerung führen. Aber sie basiert auch auf alltäglichen Annahmen, wie dass das Zahlen von Steuern, der Schulbesuch oder die Verwendung von bestimmten Wörtern und Stereotypen nicht hinterfragt werden.

Die kulturelle Hegemonie und deren Prozesse lassen sich dabei als Produktion dieser impliziten Ideologie und Ideen auffassen. Diese Hegemonie bildet und erhält sich selbst durch die Hegemonieapparate des Staates, aber auch der Zivilgesellschaft, wie zum Beispiel Schulen, Kirchen, Universitäten, Vereine und Massenmedien. Damit wirkt sich die Hegemonie nicht nur auf die unmittelbar politischen Bereiche des Lebens aus, sondern als kulturelle Macht auch auf die Sitten, die Sprache, die Traditionen, die Werte und sogar das, was man als gesunden Menschenverstand bezeichnet. Sie bestimmt, was denkbar ist und was nicht – die berühmte Box also, außerhalb jener die Kreativen zu denken versuchen.  

Durch diese kulturelle Macht kommt dem Staat eine spontane Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung zu einer bestimmten Weltsicht zugute, die seine politische Macht ermöglicht und die Werte der Herrschenden rechtfertigt. Das Herrschaftssystem des Staates (und für Gramsci auch das des Kapitalismus), in dem die Menschen leben, werde von der Mehrheit der Bevölkerung daher nicht als repressiv wahrgenommen, sondern als selbstverständlich oder zumindest als notwendiges Übel, das es zu akzeptieren gilt.

Von diesem Grundgedanken aus sind auch viele Vertreter der Neuen Linken unserer Gegenwart so fokussiert darauf, Geschlechterrollen, die westliche Kultur, die Religionen und sogar die Sprache zu dekonstruieren und zu hinterfragen, da sie in der westlichen Kultur einen Ausdruck der kulturellen Hegemonie des Kapitalismus sehen.

Hegemoniale Strategien und die Schaffung von Hegemonie

Die Hegemonie kann der Staat (oder die Gruppe, die nach Macht strebt) nicht direkt verordnen, sondern sie muss errungen und aufrechterhalten werden, denn sie ist alles andere als statisch und ständig im Fluss. Das Schlachtfeld um Hegemonie ist dabei vor allem die Zivilgesellschaft, deren Institutionen Gramsci metaphorisch als gewaltige kulturelle und ideologische Schützengräben und Befestigungsanlagen beschreibt, die der Zitadelle der eigentlichen Macht, der herrschenden Schicht und dem Staat, im physischen wie im metaphorischen Sinne vorgelagert sind. Um die Zitadelle der Macht, den Staat, erobern oder stürzen zu können, müssen zuerst die Befestigungsanlagen der Zivilgesellschaft eingenommen werden.

Gramsci arbeitet in seinen Abhandlungen daher aus, wie politische Bewegungen sich aufbauen, rekrutieren und wie sie mit anderen Bewegungen zum Erreichen ihrer Ziele einen hegemonialen Block (was man heutzutage als Querfrontstrategie bezeichnet) bilden müssen, um erfolgreich zu sein. Für ihn steht am Ende vor allem im Sinne Machiavellis die Kommunistische Partei als „moderner Fürst“ im Zentrum der neuen Hegemonie, aber es ist auch wichtig, andere Institutionen zu besetzen. Durch kollektive Aktionen, Publikationen und Mitarbeit in etablierten und neu geschaffenen Institutionen müssen wichtige Kultureinrichtungen und der Diskurs infiltriert werden, um von dort aus die eigene Ideologie in die Gesellschaft zu bringen. Sobald die öffentliche Meinung dominiert und die Hegemonie der eigenen Kultur etabliert wurde, kann ein Umsturz der bestehenden Verhältnisse durch Revolution oder Wahlen und eine Übernahme der Regierung erfolgen.

Lenin konnte nach Gramsci daher die politische Macht in Russland nicht deshalb erringen, weil der dort eigentlich nicht vorhandene Kapitalismus in irgendeiner Endphase gewesen wäre, sondern weil die bürgerliche Gesellschaft im zaristischen Russland praktisch nicht existent war. Wie Gramsci schreibt: „Im Osten war der Staat alles, die Zivilgesellschaft war in ihren Anfängen […]; im Westen bestand zwischen Staat und Zivilgesellschaft ein richtiges Verhältnis, und beim Wanken des Staates gewahrte man sogleich eine robuste Struktur der Zivilgesellschaft.“ (Gefängnishefte, Heft 7 § 16) Lenin konnte also den kulturellen Stellungskrieg weitestgehend überspringen und sofort zur politischen und physischen Konfrontation übergehen.

In der entwickelten, westlichen Welt hingegen mit einer starken bürgerlichen Gesellschaft, in denen der Staat nicht nur politische Macht, sondern auch eine starke kulturelle Macht hat, ist eine wie auch immer geartete Revolution nicht ohne weiteres möglich. Wenn man die herrschenden Verhältnisse beziehungsweise den Staat einnehmen oder stürzen will, ist das in den entwickelten Gesellschaften nur durch eine Transformation der allgemeinen Vorstellungen der Menschen und die Eroberung der kulturellen Hegemonie möglich. Man muss den Glauben der Mehrheit an den bestehenden Staat brechen und einen eigenen alternativen Glauben verbreiten. Eine soziale Gruppe muss mit ihren Ideen führend sein und die kulturelle Macht erlangen, bevor sie die politische Macht erlangt.

Dabei ist einer der widerstandsfähigsten und wichtigsten Schützengräben, den es zu erobern gilt, der Alltagsverstand beziehungsweise der „gesunde Menschenverstand“, denn er ist die zentrale Arena der Zivilgesellschaft und der bestehenden Verhältnisse. Erst, wenn die Mehrheit einer Bevölkerung und der bürgerlichen Institutionen im kulturellen Kampf erobert worden ist, also die Revolution in den Geistern erfolgt ist und sich die eigene Sicht der Welt etabliert hat, können die politischen Verhältnisse einer entwickelten Gesellschaft grundlegend verändert werden.

Die Rolle der Intellektuellen

Wie Hayek misst Gramsci den Intellektuellen eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Wandel und der Aufrechterhaltung der kulturellen Hegemonie bei. Ohne die Philosophen und Anhänger der Aufklärung hätte es keine Französische Revolution gegeben. Ohne einen Marx und die Verleger, Künstler und Journalisten, die seine Ideen verbreiteten, hätte es keinen Lenin geben, und ohne Lenin keinen Stalin. Daher sind Theoretiker und die Intellektuellen, die ihre Ideen verbreiten, noch wichtiger im kulturellen und politischen Transformationsprozess als die Aktivisten und Politiker, die am Ende nur deren Ideen politisch verwirklichen.

Gramsci beschreibt Intellektuelle allerdings im Gegensatz zu Hayek nicht in einer hierarchischen Struktur von original thinkers und second-hand dealers, sondern fasst den Begriff der Intellektuellen deutlich organischer und aufklärerischer: Jeder Mensch sei nach Gramsci ein Philosoph und Intellektueller, weil jeder die Fähigkeit zum rationalen Denken habe. Für ihn sind Intellektuelle nicht nur Journalisten, Wissenschaftler oder Personen des öffentlichen Lebens, sondern alle Menschen, die sozial aktiv sind und damit Organisatoren der gesellschaftlichen Prozesse werden;, die über staatliche und zivilgesellschaftliche Hegemonieakteure wie Vereine, Schule, Massenmedien, Parteien usw. eine bestimmte Hegemonie herstellen und aufrechterhalten. Nicht alle Menschen würden allerdings die Funktion von Intellektuellen im vollen Ausmaß tatsächlich erfüllen können. Gramsci unterscheidet daher zwischen klassischen und organischen Intellektuellen.

Die klassischen Intellektuellen sind die etablierten Schriftsteller, Philosophen und Künstler, die sich selbst fälschlicherweise oft als eine eigene Klasse außerhalb der Gesellschaft betrachten würden. Jede soziale Gruppe (beziehungsweise Klasse) bringt allerdings selbst organische Intellektuelle hervor. Diese organischen Intellektuellen sind jene Personen, die mit ihren Gesprächen, ihren Liedern, Texten und Bildern durch die Sprache der Kultur die Gefühle und Erfahrungen ihrer sozialen Gruppe artikulieren. Allein durch die Sprache, die ein Mensch benutzt, drückt er seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten (Sub-)Kultur aus und transportiert damit eine bestimmte kulturelle Hegemonie. Sogar bei einem heiteren Stammtisch nimmt daher innerhalb dieser Gruppe jeder aktive Teilnehmende mit seinen Parolen und Einwürfen eine Funktion als organischer Intellektueller ein. Und in der Masse können sehr viele Stammtisch-Besucher mehr zur Verbreitung bestimmter Ideen und der Etablierung einer bestimmten kulturellen Hegemonie beitragen als ein einsamer Altherrenclub. Oder mit Gramscis eigenen Worten:

„Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individuell ‚originelle‘ Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und besonders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu ‚vergesellschaften‘ und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen. Dass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine ›philosophische‹ Tatsache, die viel wichtiger und ‚origineller‘ ist, als wenn ein philosophisches ‚Genie‘ eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt.“ (Gefängnishefte, Heft 11, §12)

Oft versucht eine soziale Gruppe, die die Hegemonie anstrebt, die klassischen Intellektuellen für ihre Ideen zu begeistern. Es ist allerdings nach Gramsci viel schneller und effizienter, wenn eine soziale Gruppe eigene organische Intellektuelle hervorbringt, die eine eigene Kultur und damit eine alternative Hegemonie innerhalb der bestehenden bürgerlichen Gesellschaft schaffen. Um diese alternative Hegemonie zu errichten, sieht Gramsci vor, dass in der politischen (beziehungsweise bei ihm proletarischen) Bewegung jedes Individuum zunehmend sein intellektuelles Potential entfaltet und die volle Funktion eines Intellektuellen einnimmt, um die bestehenden hierarchischen Verhältnisse aufzulösen. Dadurch kann durch die Quantität der (organischen) Intellektuellen allein die alternative Hegemonie eine Diskurshoheit erreichen und die öffentliche Meinung in Besitz nehmen, womit sie langfristig zur allgemeinen kulturellen Hegemonie werden kann. Es reicht, an die Erfolge der 68er Bewegung oder von Fridays for Future zu denken, um zu sehen, dass dies in der Realität tatsächlich sehr effektiv sein kann.

Rezeption

Antonio Gramscis Theorien beeinflussten und beeinflussen zahlreiche Gebiete und Denker der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaft. In den Politikwissenschaften gehört dazu maßgeblich die Strömung des Neogramscianismus, in der Philosophie die Werke von Michel Foucault und in der Soziologie ist insbesondere die allgemeine Feldtheorie des französischen Soziologen Pierre Bourdieu zu nennen. Innerhalb von linken Bewegungen und Parteien ist Gramsci ein zentraler Theoretiker, dessen kritischer (Neo-)Marxismus seit dem Zerfall des Ostblocks eine Renaissance erlebt hat. So kann zum Beispiel das Aufkommen der so genannten Politischen Korrektheit zur Etablierung einer moralischen Diskurshoheit und Bestimmung des Denk- und Sagbaren als eine hegemoniale Strategie bezeichnet werden.

Gramscis Ideen erfahren jedoch nicht nur eine breite Rezeption bei Wissenschaftlern und bei linken Aktivisten. Spätestens seit dem 1985 erschienen Buch des rechten Philosophen Alain de Benoist Kulturrevolution von Rechts bilden sie in Form des Rechten Gramsciansmus auch eine Grundlage der politischen Strategien der Neuen Rechten. Vor allem die Identitäre Bewegung beruft sich auf die Ideen Gramscis und adaptiert sie recht erfolgreich in ihren metapolitischen Konzepten und Querfrontstrategien.

Die Effektivität der hegemonialen Strategien gegen offene Gesellschaften

Eine der größten Schwächen liberaler Systeme liegt darin, dass sie im Gegensatz zu autoritären Überwachungsstaaten in der Regel keine eigenen politischen Verteidigungsmechanismen im kulturellen Kampf haben. Man kann mit Polizei und Justiz gewalttätige Angriffe auf die Freiheit abwehren, aber eine offene Gesellschaft zeichnet sich ganz besonders auch durch ihre Toleranz aus. Sie kann deshalb nur mit Mühe die Verbreitung von antiliberalen Gesinnungen, Büchern, Filmen und Artikeln verhindern, ganz zu schweigen von Stammtischparolen, ohne selbst antiliberal zu handeln.

Eine liberale Gesellschaft kann sich gegen solche Angriffe nur verteidigen, wenn sie eine starke, freiheitlich gesinnte, aufgeklärte Zivilgesellschaft mit engagierten liberalen Intellektuellen hat, die eine liberale Hegemonie jeden Tag aufs Neue produzieren, liberale Ideen verbreiten und sich weder von Linken noch von Rechten einschüchtern oder verführen lassen. Oder wie es Gramsci treffend für die marxistischen Intellektuellen als Rat pointierte: „Man muss nüchterne, geduldige Menschen schaffen, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens.“ – (Gefängnishefte, Heft 28, §11)

Weiterführende Texte

Gramsci, Antonio, Gefängnishefte: Kritische Gesamtausgabe in 10 Bänden, Argument Verlag mit Ariadne, 2019
Skrobisz, Nikodem, Liberaler Gramscismus – Was Liberale von dem Neomarxisten Antonio Gramsci lernen können, Peace Love Liberty, 2019
Fiori, Giuseppe, Das Leben des Antonio Gramsci: Eine Biographie, Rotbuch Verlag, 2013
De Benoist, Alain, Kulturrevolution von rechts: Gramsci und die Nouvelle Droite, Jungeuropa Verlag, 2017
Barfuss, Thomas, Jehle, Peter: Antonio Gramsci zur Einführung, Junius, 2014

Nikodem Skrobisz

Nikodem Skrobisz, auch bekannt als Leveret Pale, ist als Journalist und Schriftsteller tätig und hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten publiziert, die meist philosophische und gesellschaftliche Themen behandeln, wie Transhumanismus, Subkulturen, individuelle Freiheit und Sinnfindung. Seit Oktober 2017 ist er Vorstandsmitglied des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.. Er studiert Kommunikationswissenschaften und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Weitere Informationen auf seinem Blog: https://leveret-pale.de